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Heiß, heißer, UDK...
...so oder so ähnlich könnte das Motto der diesjährigen UDK-Show
gewesen sein, denn das Fernmeldeamt Ost schien während der
Veranstaltung vor Hitze geschmolzen zu sein. Die zahlreichen Gäste
schwitzten um die Wette und wedelten sich im Akkord die Luft um die
Ohren. Aber halb so wild, es wurde schließlich auch etwas geboten:
die Diplomkollektionen der Designabsolventen waren teilweise sehr
gut gelungen und zauberten dem ein oder anderen Zuschauer auch mal
ein Lächeln auf die Lippen.
So beispielsweise ein Model, dass etwa fünfzehn Zigaretten wie ein Accessoire in einer Hand hielt, oder ein Mantel der seinen eigenen Arm hatte um eine Banderole zu tragen. Besonders beeindruckend war die Abschlusskollektion des gebürtigen Dänen Mads Dinesen, welcher unter dem Thema "Pain is felt by all" unter anderem tote Schwäne als Kopfbedeckung über den Laufsteg schickte. Models mit Buckeln oder Augenringen, extravagant geschminkt und mit Ketten behangen, außergewöhnliche schwarz/weiß Prints und durchdachte Schnitte passten sich in ein wohldurchdachtes Gesamtkonzept ein.
Aber nicht nur strenge und melancholische Themenbereiche fanden ihre
Berechtigung: auch absurd große bunte Mäntel, überdrapierte
Schulterpolster und verformte Bekleidungsstücke, die den
menschlichen Körper gänzlich verfremdeten, traten in Erscheinung.
Ob Surfermode, Streetwear oder Casualteile - die Studentinnen und
Studenten der UDK wussten durch Abwechslungsreichtum zu glänzen. Im
Vergleich zu anderen Modeschulen wäre zu sagen, dass die Präsentation
außergewöhnlich professionell war, jedoch die Kollektionen weniger
modische Highlights zu bieten hatten, wie andere Schulen. Die
Arbeiten waren dennoch teilweise von sehr hohem künstlerischem Wert
und bereicherten das Spektrum der Berliner Modeschulen ungemein.
Text: Caroline Cozzella
Fotos: Michael Wittig
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Ausgabe Juli 2010



