Es werde Neon...
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Nicht alle Modetrends kommen von der Straße oder vom Laufsteg. „Nu Rave“ („New Rave“) ist der schrägste Trend, der aus den Clubs der europäischen Metropolen strömt. Dabei handelt es sich um den Soundtrack zum quietschbunten Fun-Lifestyle, der Musik, Mode und grafische Neon-Ästhetik der 80er und 90er Jahre in die heutige Zeit katapultiert. |
Die Musikszene schraubt bereits seit etwa 2 Jahren mit Begeisterung an der einzigartigen Retro-Welle, die wie eine schillernde Seifenblase durch den grauen Alltag schwebt. Kaum ein Musikstil, der nicht im Crossover-Style wild zusammengemischt wird: Acid trifft auf Hip-Hop und Dancefloor-House. Indie-Rock und Electro-Disco-Garage Elemente ergeben, geschickt dosiert, eine explosive Mischung, die die Clubszene regelmäßig erbeben lässt.
In Paris mischen DJ´s wie TEKI LATEX mit GONZALES oder die Band FLUOKIDS die Szene auf. Aus London kommen schrill-schräge Töne von DJ PHARRELL oder Bands wie den KLAXONS und dem NEW YOUNG PONY CLUB.
Schnittstelle für den Trend ist Berlin. Die Technohochburg der Neunziger Jahre hat längst das alte Love-Parade Image abgestreift. Durch den regen Austausch auf internationaler Ebene haben die hier ansässigen Sound-Tüftler inzwischen eine neuartige, bunte Clubkultur geschaffen, die sich nicht mehr auf einen einzigen Musikstil festlegen will.
In diesem Sommer trafen sich die Fans der grell-fröhlichen Partys in Berlin. Ganz vorne dabei die weiblichen Vorreiter des neuen Club Trends: die schräge Pop-Punk Queen PEACHES und die COCONUT TWINS aus London. Deren Style macht jetzt Mode: Aus der wilden Mischung von quietschbunten Outfits, dicken Hip Hop-Goldketten und riesigen Brillengestellen entwickelten sie ihre eigene Modekollektion und das passende Lifestyle Magazin SUPER SUPER gleich dazu.
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Psychedelische Lichteffekte und fluoreszierendes Licht lassen die Herzen der Neon-Kids ebenso höher schlagen wie die passende Kleidung zum Fluo-Look: Helle, grelle Töne, Knallfarben, grafische Muster wie Dreiecke und Streifen leuchten mit den Scheinwerfern um die Wette. |
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Auch die längst verdrängten Accessoires der Achtziger Jahre tauchen in allen Farbnuancen wieder auf: Creolen in Neongrün oder Basketballsneakers in Pink. |
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Viel Spaß für wenig Geld: Die Fans bedienen sich im eigenen Kleiderschrank und stöbern auf Flohmärkten. Zur Not greift man zur Spaydose und färbt sich die Schuhe neonorange. |
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Schon während der Berlin Fashion Week zeigten sich die Anhänger des Trends auch bei Tageslicht. Es ist auch kein Wunder, dass man den Neon-Trend immer öfter auch auf den Straßen beobachten kann: Mit den fröhlichen, bunten Farben kann man jedem noch so tristen Wetter trotzen. Soll heißen: Je trüber das Wetter, umso bunter die Kleidung. Sollte der kommende Herbst also ebenso bescheiden wie der Sommer 2007 werden, können wir uns für das nächste Jahr ja schon auf einen neuen Laufsteg-Trend freuen: Knallfarben ohne Ende... |
Übrigens: Mode-Profis kombinieren die Knallfarben schon jetzt in abgemilderter Form mit dem Farbklassiker Schwarz.
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Ausgabe September 2007







