Text: Jörg Buntenbach
Foto: modekultur.info
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Das Thema |
Während Widersacher die Meinung vertreten, dass die Sinnlichkeit des Shopping-Erlebnisses völlig verloren ginge und die Download-Mentalität ziemlich unpersönlich sei (dazu kämen vermeintliche Sicherheitslücken an der Online-Kasse), verweisen Befürworter darauf, dass neue Marktentwicklungen immer unser Leben bestimmt haben. Man sollte sich mit den Möglichkeiten der modernen Technik auseinander setzen und sich Hintergrundwissen aneignen, bevor man etwas be- oder verurteilt.
Wenn man sich mit der Geschichte der Wirtschaft beschäftigt, stellt man fest, dass der Mensch neuen Techniken und Methoden zunächst immer skeptisch bis völlig ablehnend gegenüber stand. Und immer wieder wurden und werden die "Arbeitsplätze" bemüht, die verloren gehen, bzw. abwandern. Die Frage, ob auf der anderen Seite Arbeitsplätze geschaffen werden, spielt leider keine Rolle. Die Frage, ob wir mit unserem Einkaufsverhalten nicht selber Arbeitsplätze vernichten, erst recht nicht. Wer von uns macht sich schon Gedanken über die vielen Produkte "Made in China" im eigenen Haushalt?
Früher war ein Großteil der
Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig, dann in der Industrie -
und heute schwerpunktmäßig in Dienstleistungsberufen. Die Zeiten
ändern sich.
Das Internet bietet mit seinen ausgereiften Breitbandverbindungen
(DSL) effiziente Möglichkeiten, Waren und Dienstleistungen
anzubieten. Laut einer ARD/ZDF-Online-Studie
nutzen mehr als 40 Millionen Deutsche das Internet. Darunter
erstmals mehr 60- als 20jährige. Das Abspielen von Audio- und
Videoinhalten spielt eine immer größere Rolle. Dadurch erhöhen
sich zwangsläufig die Absatzmöglichkeiten über den Vertriebsweg
Internet. Online-Werbung wird immer wichtiger. Nicht zuletzt, weil
die Anbieter zielgerichtet Anzeigen schalten und über Statistiken
nachvollziehen können, wo, wann und wie oft ihr Werbebanner
angeklickt wird.
Auf der anderen Seite ist es für den Internet-User schlicht
und einfach bequem, sich online z. B. über Modetrends zu
informieren, Angebote zu vergleichen und zu bestellen. Eine wichtige
Anforderung in der Strukturierung unseres Tagesablaufs ist
offensichtlich, vieles in kurzer Zeit erledigen zu
können, weil der nächste Termin schon auf uns wartet. Da kommt so
ein Online-Shop gerade recht, wo wir mal eben unser persönliches
Outfit für die nächste Saison zusammen stellen können. Die Bezahlung
erfolgt in der Regel über eine verschlüsselte (und
somit sichere) SSL-Verbindung, bzw. vermehrt auch auf Rechnung und versandkostenfrei.
modekultur.info hat einige Online-Shops getestet und
festgestellt, dass viel Wert auf Verlässlichkeit gelegt wird. Wer
ganz sicher gehen will, sollte auf Gütesiegel, bzw. Prüfzeichen
(z.B. Trusted Shops Zertifikat) achten, die einen Online-Shop als
vertrauenswürdig ausweisen.
Es ist möglich, mehrere Größen und Farben eines Kleidungsstücks zu
bestellen, um zuhause in Ruhe anprobieren und auswählen zu können.
Nach erfolgter Bestellung erhält man meistens eine automatisch
generierte Auftragsbestätigung und wird bei gut geführten Shops
immer über den Status der Lieferung auf dem Laufenden gehalten,
bzw. hat die Möglichkeit, über seinen `Account´ die Sendung
online zu verfolgen. Was nicht gefällt, kann innerhalb von 14 Tagen
problemlos und kostenfrei zurück geschickt werden.
Aber natürlich gibt es auch bei den Online-Shops Qualitätsunterschiede. Es kann vorkommen, dass die Ware nicht innerhalb der angegebenen Zeit ausgeliefert wird. Zur Zeit hat beispielsweise der Otto-Online-Shop offensichtlich Probleme, genauere Lieferzeiten anzugeben und auch einzuhalten. Wer im Juni eine Badehose bestellt, will diese dann auch im Juni haben - und nicht erst im September. Bei s.Oliver gibt es offenbar Probleme bei der Buchung der Zahlungen und Rücksendungen, die erst zwei bis drei Wochen später im System auftauchen. Das kann bei mehrmaliger Bestellung zu Überschneidungen und Lieferverzögerungen führen, die leider dem Kunden nicht mitgeteilt werden. Und wenn man dann noch die Service-Hotline nutzt, um sich über den aktuellen Sachstand zu erkundigen, kann es passieren, dass man eine übelgelaunte Sachbearbeiterin am anderen Ende antrifft, die einem fast vorwirft, überhaupt etwas gekauft zu haben. Und hier spielt wieder der Faktor Mensch eine Rolle, der - ob real oder virtuell - auch in Zukunft nicht ersetzt werden kann.
Ein gut geführter Online-Shop sollte die Modelle visuell gut darstellen. Ein gutes Beispiel hierfür ist Esprit: die Seite ist ansprechend und übersichtlich aufgebaut. Die Kleidungsstücke werden sehr gut erkennbar in Vorder- und Rückansichten gezeigt und beinhalten Stoffansichten in starker Vergrößerung. Teilweise machen Catwalkmovies neugierig und zeigen die Mode in allen Facetten. Überzeugend ist auch die gute verbale Beschreibung der Artikel inklusive der Kombinationsvorschläge mit anderen Kleidungsstücken.
Fazit: Online-Shopping stellt sicher nur eine Ergänzung zum
klassischen Einzelhandel dar und es wird weiterhin ein Genuss sein,
in einem gut geführten Shop einzukaufen. Es wird immer darauf ankommen, guten Service und freundliche Mitarbeiter
zu bieten und nicht zuletzt durch kreative und innovative Ideen (in
der Präsentation und in der Vermarktung) zu überzeugen. Shoppen
muss Spaß machen!
Der einzelne Unternehmer muss sich sicher die Frage stellen, ob er
ergänzend einen Online-Shop anbietet. Wer den Markt
beobachtet, kann sich diese Frage selbst beantworten. Am Ende
bleibt jedoch die Erkenntnis, dass man Mode nicht `downloaden´ kann,
sondern immer auch sehen, anfassen und anprobieren muss. Und das ist auch gut so!
Online-Stores bei modekultur.info: >>mehr
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News:
H & M eröffnet am 02. August 2007 einen Online-Shop: >>Link
Adressen von Berliner Online-Shops:
- BATATA
Kinderkleidung aus Berlin:
www.batata.de - Berlinerklamotten
www.berlinerklamotten.de (z. Zt. Offline ?) - Berlinomat,
www.berlinomat.com - Bubble.Kid,
Kindermode:
www.bubblekid.de - EASTBERLIN
Supply GmbH
www.eastberlinshop.de - Styleserver,
Jungdesigner-Mode aus Berlin
www.styleserver.de - Rubrik
"Onlineshops" bei modekultur.info:
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Weitere Online-Shops aus Berlin können der Redaktion jederzeit gemeldet werden. Diese werden in der obigen Liste aufgenommen.
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Ausgabe August 2007


