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Designer, die man sich merken sollte
Am Abend des 8. Juli präsentierten mehrere Jungdesigner ihre Kollektionen im HBC in der Karl-Liebknecht-Straße. Diese Veranstaltung wurde unterstützt und organisiert von Designer Scouts, die jungen Kreativen die Chance geben, ihre Mode der Öffentlichkeit zu zeigen.
Im alten DDR-Plattenbau, dem ehemaligen Ungarischen Kulturzentrum, trafen viele junge extravagante Modefreaks und Designstudenten aufeinander – kein Spaziergänger hätte im Inneren dieses Gebäudes solch geballte Kreativität vermutet. Da die Schau eine Stunde später begann, blieb genug Zeit, das Publikum zu beobachten: ausgeflippt, stilsicher und authentisch. Dieses Publikum stellte selbst die Gäste am Bebelplatz in den Schatten.
Der aus Wien angereiste Designer George Bezhanishvili (der Nachname verrät seine georgischen Wurzeln) präsentierte Herrenmode. Das erste Model überraschte mit mystischer Präsenz. Es folgten römische „Krieger“ mit Kettenhemd in Häkelversion und fliegenden Gewändern. Sie schienen unbesiegbar. Einen bleibenden Eindruck hinterließen die mit Tunika und weiblicher Häkelhose ausstaffierten römischen „Stadthalter“.
Dieser Showblock endete mit dem Label „Blame“, das durch wunderschöne Frühlingsfarben wie zartrosa und apricot, kombiniert mit grauen Farbtönen überzeugte – ein starker Kontrast zur vorherigen Show. Ledershorts zu weichen Chiffonblusen und toll geschnittene Hosenanzüge wirkten erfrischend und belebend.
Diese
Schauen bewiesen, dass auch tolle Fashionshows außerhalb des
Bebelplatzes möglich sind, vielleicht sogar mit mehr Berliner Flair
und Charme.
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Text: Amy Benkenstein
Fotos: Michael Wittig
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Ausgabe August 2010



