Ein Label, dass bei vielen polarisiert, ist c.neeon. Hinter dem abstrakten Namen stecken Clare Leskovar und Doreen Schulz, beide ehemalige Studentinnen der renommierten Kunsthochschule Weißensee. Das Duo ist inzwischen berühmt für seine riesigen grafischen Prints und konnte mit seinem Ideenreichtum schon Jurys diverser Designwettbewerbe, wie dem Hyères Festival, überzeugen. Nachdem sie sich bisher auf der London Fashion Week präsentierten, entschieden sie sich dieses Jahr für Berlin und brachten damit etwas Abwechslung in das doch sehr klassische Programm dieser Saison. Ihre Winterkollektion wurde durch die Arbeiten der russischen Künstlerin Sonja Delaunay inspiriert. Für ihre Präsentation holten sie sich noch die Berliner Größen Mykita (Brillen) und Rike Feuerstein (Hüte) ins Boot. Der Stil von c.neeon ist immer recht laut, schon allein durch die schrillen Drucke. Das kam dieses Mal besonders gut herüber, denn die beiden schickten ihre Models zur Musik von Rockröhren Guns’n Roses über den Catwalk. Für den Winter zeigten c.neeon legere voluminöse Formen mit ihren typischen All-Over-Prints. Dabei fanden sich neben abstrakten Formen auch viele Streifenmuster. Die Farbenwelt für den Winter war bei c.neeon zwar gedeckt in Beige und Grau, aber durch den Einsatz von Rot, Grün und Pink relativ frisch. Kombiniert wurden weite Kapuzenoberteile und Blousons mit schmalen gestreiften Leggins. Etwas Eleganz zu dem sonst sehr streetigen Style brachten Satinkleider mit Bändern an Taille und Hals. Der Stil von c.neeon ist der des jungen Berlins und genau das saß zum großen Teil auch im Publikum.
Text: Sabine Kelle
Fotos: Michael Wittig
Musik: "Blast of Destiny", Produced by (R'Bell)
Vario-Producions, www.vario-productions.de
01. Februar 2009








