17. & 18. Oktober 2008
Mode und Meer auf Usedom

die nominierten DesignerInnen
Foto: PR Usedom Baltic Fashion Award / Acksteiner Events
Das jährliche Highlight – der internationale Modewettbewerb USEDOM BALTIC FASHION AWARD – findet in diesem Herbst zum siebten Mal statt. Dabei messen sich DesignerInnen, die in Skandinavien und den anderen Anrainerstaaten der Ostsee (Dänemark, Norwegen, Island, Schweden, Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Deutschland) geboren sind, dort leben und/oder arbeiten. Sie geben den europäischen Branchen- und Fachmedienvertretern sowie den modeinteressierten Besuchern einen eindrucksvollen Überblick über das kreative Potential dieser aufstrebenden Region. Die Ostseeanrainer rücken infolge der Osterweiterung der EU noch stärker in das Zentrum Europas. Die Ostsee ist das Meer im Herzen des Kontinents.
Kein anderer internationaler Mode-Wettbewerb wendet sich an
DesignerInnen einer so klar umrissenen
Wirtschafts- und Kulturregion. Teilnehmen können Bewerber mit
abgeschlossenem Studium oder
mehrjähriger Berufserfahrung.
Klar formulierte fachliche Vorgaben und Teilnahmekriterien sowie die
professionelle Abwicklung des
gesamten Wettbewerbes, der konkreten Juryarbeit sowie der
Präsentationsgalas schaffen Transparenz
und einen hohen Qualitätsmaßstab.
Die Fachjury unter Vorsitz des international anerkannten Mode-Experten Wolfgang Ley steht für fachliche Kompetenz, Gewissenhaftigkeit und Objektivität der Entscheidungen. Gemeinsam mit den anderen namhaften Mitgliedern der Fach-Jury werden nach eingehender Begutachtung und gründlicher Diskussion aus den Nominierten in den Kategorien Prêt-á-Porter, Avantgarde und Céremonia-Couture die Gewinner der AWARDs benannt.
Der USEDOM BALTIC FASHION AWARD wird jährlich seit 2002 in den „3 Kaiserbädern“ auf der Insel Usedom ausgetragen. Der Preis umfasst drei Kategorien, für die jeweils 7.500 Euro Preisgeld zur Verfügung stehen.
Die nominierten DesignerInnen:
Juliane Meyer,
Deutschland
(Berlin)
Sie gehört zum Absolventenjahrgang 2004 der Internationalen
Modeschule ESMOD in Berlin. Die Studenten
dort lernen Kreativität wie ein Handwerk oder Beruf. Seit 2007 hat
sie ihre eigens Label. In ihrer
Kollektion finden sich typisch britische Farben, Stoffe und Muster
wieder.
Antje Pugnat,
Deutschland
(Berlin)
Studium am Royal College of Art in London und an der Hochschule für
Angewandte Wissenschaften Hamburg.
Sie entwickelt mit ihrer Kollektion eine eigene Form von
Gestricktem. Durch Auswahl und Verarbeitung
der Garne entstehen besondere Strukturen und Effekte. Die Schnitte
erinnern an die 30er Jahre.
Rickard Lindqvist,
Schweden
(Göteborg)
Studienabschluss 2005 an der Schwedischen Textilschule Boras. Er
arbeitete für verschiedene Mode-Unternehmen, u.a. bei Vivienne
Westwood und Filippa K. Seine Arbeiten wurden bereits in Paris,
Tokio und Berlin gezeigt. Er
fällt auf durch aufwändige Schnitt-Konstruktionen und durch die
Verbindung von Avantgarde und
Klassik.
Adrian Sommerauer,
Deutschland/Großbritannien
(London)
Von 2001 bis 2005 studierte er Mode-, Textil- und Kostümdesign an
der Hochschule für Angewandte Wissenschaften
in Hamburg. Seit 2006 ist er am Royal College of Art in London, um
dort seinen „Master in Fashion“
zu machen. In seinen Kollektionen spielt er mit Größen, Schnitten,
Stoffen und Farben. An einem
Vorsatz hält er fest: seine Mode soll funktionieren.
Gregor Gonsior,
Polen
(Opole)
Studium an der Akademie der Schönen Künste in Lodz. In seiner
Kollektion kombiniert er Zirkus- und Barock-Traditionen.
Materialien und Design ergeben eine ungewöhnliche neue Mischung.
Helena Ruff,
Deutschland/Kasachstan
(Berlin)
Abschluss als Diplom-Mode-Designerin an der Kunsthochschule
Berlin-Weissensee 2007. Sie lebt seit 1993
in Deutschland und interpretiert mit ihrer Mode folkloristische
Elemente neu. Sie gehörte 2008 zu den
Preisträgern des Innovationspreises textil+mode von Galeria
Kaufhof.
Antonia Goy,
Deutschland
(Berlin)
Begann 1996 ein Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee und
war anschließend dort Meisterschülerin.
Zuvor hatte sie in Paris studiert und gelebt. Seit 2006 ist sie
selbständig, zeigt ihre Mode
u.a. bei den Prêt-à-porter-Schauen in Paris und betreibt einen
erfolgreichen Shop in Berlin.
Marcel Ostertag,
Deutschland
(München)
Lernte zunächst an der ESMOD in München und Berlin, machte dann
2006 sein Diplom am Central St.Martins
College in London. Er präsentierte seine erfolgreichen Kollektionen
u.a. bei der Fashion Week in
London und in Berlin. Typisch für seine Herrenmode ist die
Verbindung maskuliner und femininer Elemente.
Er besitzt zwei eigene Shops in Wien und in München.
Gim Tok,
Finnland/Singapur
(Helsinki)
Geboren in Singapur studierte sie ab 1999 am Central St.Martins
College in London und ab 2004 an der Musashino
Kunst-Universität in Tokio. Danach machte sie sich selbständig und
lebt heute in Helsinki. Für ihre
Kollektion nimmt sie Anregungen aus den 20er Jahren.
Saara Lepokorpi,
Finnland
(Helsinki)
Absolventin der Kunst- und Design-Universität Helsinki (University
of Art and Design Helsinki). 2007 wurde
sie zur „Young Designer of the Year“ bei der Internationalen
Fashion-Messe Helsinki gewählt. Sie begann
bereits als Kind zu schneidern, studierte dann, arbeitete in einer
Mode-Boutique von Max Mara und
sagt von sich, das meiste habe sie durch das Experimentieren mit
Fashion gelernt.
Weiter Informationen: www.baltic-fashion-award.de
Lesen Sie auch unsere Reportage über Modedesign in Berlin (Teil 1): >>mehr
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