Frühlingsgefühle

Custo Barcelona
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Eine neue Saison bricht an. Die Uhren wurden auf Sommerzeit
umgestellt, und der Kleiderschrank verlangt nach diesem langen
Winter nach frühlingshaften Outfits mit den passenden Accessoires,
die Sommerfeeling verbreiten.
Doch was ist angesagt? Gibt es den ultimativen Trend?
Trend ist einmal mehr, was gefällt und zum jeweiligen Typ passt. Während manche farbenfrohe Prints und sommerliche Plissees wählen, passt zu anderen eher die schlichte Eleganz in dezenten Pastelltönen. Wieder andere bevorzugen den Safari- oder Military-Look.
Frau hat also die Qual der Wahl und sollte gut einschätzen können, welches Outfit ihr steht. Und wenn man von einem Trend sprechen kann, dann kommt man am Schlagwort „Retro“ nicht vorbei. Man sollte es nicht glauben, aber Schulterpolster sind tatsächlich ein Thema. Und: schöne Sommerkleider sind angesagt. Ob weich fließend aus transparenten Stoffen, mit Flowerprints, Nieten – oder aus Leder: Kleider sind in diesem Sommer ein „Must have“!
Penkov:
Elegant – aber nicht overdressed

Penkov
Die Kreationen der neuen Kollektion der Berliner Designerin
Bernadett Penkov sind teilweise aus transparentem Crèpe in
puderigen Creme-, Rosé- oder Grautönen gefertigt. Weiche Materialien wie
Seide oder Chiffon werden raffiniert in feine Fältchen gelegt. Der
Eindruck von Leichtigkeit wird dadurch noch verstärkt.
Die typische Strenge der Penkov-Linie findet sich in den länglichen
Reverskragen an den sonst locker leichten Kleidern, Hemdblusen und
Tuniken sowie Korsagen, die unter transparenten Blusen und Capes
hervorschimmern.
Nicht zuletzt ist Penkov tragbar. Auf Gartenpartys
oder bei einem Geschäftsessen!
Kilian Kerner:
selbstbewusste Mode für Frauen und Männer

Kilian Kerner
Die Kollektion des Designers trägt den Namen „Tagebucheinträge“ und wurde erstmalig im Juli 2009 auf der Berliner Fashionweek gezeigt. Die Damen-Outfits werden von flatterigen Kleidern im Empire-Stil sowie kurzen Kleidern und Longshirts mit breiten Korsagen-Gürteln und strengen Falten rund um die Hüfte bestimmt. Die Farben bewegen sich dabei zwischen Gold, Khaki und Schwarz.
Im Gegensatz zu den Roben der Damen wirkt die Männerlinie strenger: Schmale Anzüge mit breiten Schultern in dunklem Grau und Schwarz, teilweise matt glänzend, werden mit kurzen schmalen Shorts und Karottenhosen kombiniert. Aufgelockert durch tief sitzende Schritte, sowie Falten, Biesen und Knöpfen an Hüfte und Tascheneingriffen. Die dazu kombinierten dicken Gliederketten in Silber machen die Outfits Clubtauglich.
rostfrei by Anett Röstel:
der „Look for every day“

rostfrei by Anett Röstel
Auf der internationalen Modebühne ist Anett Röstel seit Jahren
ein Begriff. Im Juli 2009 präsentierte die Berliner Designerin mit rostfrei
by Anett Röstel ihr zweites Label, das sich als preisgünstige
Ergänzung zu den Kollektionen von Anett Röstel Berlin
versteht.
„Mit rostfrei bieten wir den gleichermaßen prestige- wie auch
preisbewussten Frauen von heute modische, hochwertige Kleidung für
den Alltag. Alle Modelle tragen die Handschrift von Anett Röstel
und lassen die Trägerin in jeder Situation ihren Typ unterstreichen
und ihren individuellen Stil verwirklichen“, beschreibt
Brandmanager Bertold Just die Idee und Intention der neuen Linie.
Die Kollektion mit Jacken, Hosen, Kleidern, Blusen, Tops sowie
einigen Teilen aus Strick ist sehr feminin mit sportlichen Elementen. In
der Farbgebung dominieren Schwarz, Weiß, Grau, Rot und Aubergine.
Als Materialien werden Leinenmischungen, hochwertige Baumwolle,
Stretch-Baumwollmischungen und Seide verwendet.
Lala Berlin:
so schön kann weibliche Emanzipation sein

Lala Berlin
Die neue Kollektion der Strickprinzessin Leyla Piedayesh und ihrem Label Lala Berlin trägt den Namen „20’s porn“ und bezieht sich auf die Ära der goldenen 20er Jahre des 20. Jahrhunderts. Neue kesse Frauentypen mit Bubikopf, die in der Öffentlichkeit rauchten, erschienen auf der Bildfläche und läuteten die Epoche der weiblichen Emanzipation ein.
Die in erster Linie cremefarbenen Modelle von Lala Berlin, die ab und an von der Farbe Schwarz ergänzt werden, sind luftig leicht aus transparenten Materialien und großlöchrigem Strick. Pailletten und metallische Garne bringen den Luxus in die Kollektion, deren Schnitte von schmal bis körperumspielend reichen.
Mongrels in Common:
Pastelltöne kombiniert mit Lachsleder

Mongrels in Common
Das in Berlin ansässige Designer-Duo Mongrels in Common hat sich inzwischen einen Namen in der Modeszene erarbeitet. Die neue Kollektion bietet Pastelltöne wie Goldbeige, Grau, Flieder und Lindgrün und werden mit Schwarz, Silber und Lachsleder kombiniert. Die Formen folgten meist der O- und X-Linie, sind aber dank fließender Materialien wie Seide und Satin sehr weich. Volumen entstehen durch großzügige Bundfalten an kurzen Röcken und Hosen in Karottenform. Im Kontrast dazu stehen schmale Korsagen und Bustiers. Ganz typisch für die Mongrels werden Nähte gekonnt verlegt und verschiedene Materialien harmonisch kombiniert. Ein witziges Detail sind diverse Reißverschlüsse: mal ganz mini an Ärmelaufschlägen - und mal länger an Kleiderrücken und Jacken.
Esther Perbandt:
Fashion meets Music

Esther Perbandt
Soeben besuchte die Berliner Designerin Esther Perbandt Peking, wo sie zur China Fashion Week eingeladen war. Das zeigt, wie sehr Modedesign aus Berlin in Asien angesagt ist.
Ihre neue Kollektion trägt den Namen
„Instrumental“ – und das kommt nicht von ungefähr, denn die
Designerin hat sich von der Musikwelt inspirieren lassen. Bands wie Yeah! Yeah!
Yeahs!
oder Emiliana Torrini beeinflussen die Entwürfe der
neuen Outfits, die für Esther Perbandt eine Komposition von
avantgardistischer Feinheit und rockiger Lässigkeit sind.
Verarbeitet werden edle Stoffe wie Waschseide und Seidenmousseline
in den typischen Esther Perbandt-Farben Schwarz, kraftvollem
Tomatenrot und Elfenbein. Durch Fake-Leder wird ein rauher Effekt
erzielt.
Besonders erwähnenswert: Rund
50% der Materialien bestehen aus nachhaltigen Stoffen wie dünnem
Baumwollbatiste, Jersey sowie gebleichtem Denimstoff. Die Designerin
verwendet natürliche Materialien aus Europa, um lange Transportwege
zu vermeiden und so ihren Teil zur Schonung der Umwelt beizutragen.
Esther Perbandt hat auch eine Taschenkollektion
kreiert, die aus hochwertigem Rindnappa in Schwarz, sowie einem
rockigen Korkstoff gefertigt ist.
Franzius:
sommerliche Leichtigkeit für die dynamische und lebensfrohe
Frau

Franzius
„Ragtag“ – so der Name der neuen Franzius-Kollektion für die Saison Frühjahr/Sommer 2010, die ein frisches Zusammenspiel in Form und Farbe darstellt und an unbeschwerte Sommertage erinnert.
Die Berliner Avantgarde-Designerin arbeitet mit kontrastierenden Farben und Oberflächen wie feine, bunt bedruckte Chiffonseide, strukturierte Crepeseide, weich fließendes Viskosegewebe sowie robustes Fallschirmnylon. Die ausgefallenen Jumpsuits, die klassischen Trenchcoats oder die luftig, elegant drapierten Kleider kann frau bei verschiedenen Anlässen tragen: zur sommerlichen Strandparty, zum eleganten Abendessen – oder auch zum schicken Cocktailempfang.
potipoti:
Kunst wird Mode – und Mode wird zur Kunst
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Silvia Salvador und Nando Cornejo haben in Madrid als Art-Direktoren in verschiedenen Grafik-Design Büros und Ateliers gearbeitet, bevor sie 2001 nach Berlin umsiedelten und hier 2005 das Label potipoti gründeten. Dabei blieben die Designer ihren Wurzeln treu, denn ihre Philosophie ist es, Grafik, Design, Kunst und Mode miteinander zu verbinden. Da verwundert es nicht, dass potipoti neben ihrer eigenen Mode auch Illustrationen, visuelle Kunst und Produktdesigns entwerfen. |
Die neue Kollektion „The Human Body River“ wurde nach einem Fluss in Spanien benannt. Für das Designer-Duo lag die Inspiration darin, den Fluss als Metapher für das Leben zu sehen. Für die Kreationen werden von Blau- und Grau-Nuancen über Grün bis hin zu sanften Rosé- und Pastell-Schattierungen ausschließlich natürliche und fließende Farbtöne verwendet. Die gesamte Kollektion besteht aus reinen Naturstoffen wie Leinen, gewebter Baumwolle, leichtem Strick, Seidenviskose und feinem Leder.
anja
bruhn:
ein Sommernachtstraum

anja bruhn
Die Berliner Accessoires-Designerin Anja Bruhn kreiert ihre luxuriösen Clutch-Bags, IT-Bags und figurbetonende Gürtel in aufwendiger Handarbeit und kombiniert modernes Design mit Vintage-Elementen wie silbernen Gliederketten und Drehverschlüssen. Die aktuelle Kollektion „Sommernachtstraum“ ist für die Designerin eine Komposition von hochwertigen Lederarten wie Schweinsvelours, Lammnappa und Ziegenleder und feinen, extravaganten Schnitttechniken. Die Accessoires in edlem Bronze und frischem Nachtblau sollen leuchten wie ein warmer Sonnenuntergang oder ein sternenklarer Nachthimmel und jedem Outfit einen strahlenden, unverkennbaren Look verleihen.
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Text: Jörg
Buntenbach
Fotos: Michael Wittig (außer bei Ester Perbandt, Franzius, potipoti
und anja bruhn)
Fotos bei Ester Perbandt, Franzius, potipoti und anja bruhn: PR
Die Designer im Internet:
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Buchtipp:
Ausgabe April 2010




