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„Seen nature"
Zweiter Tag der Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin: Die Show des Labels arrondissement Aq1, hinter dem die Designerin Christina Arend steckt, begann mit 15 Minuten Verspätung. Einige Gäste kamen vermutlich zu spät, da sie, noch trauernd, die Niederlage unserer Fußball-Jungs nicht ganz verkraftet hatten!
Christina Arend bot für den Sommer 2011 hohe cremefarbene Tailllenshorts, leicht flatternde Jerseyblusen in Pasteltönen mit kleinen Jeansdetails. Hingucker waren die Bodies mit schwarzer Schleife am Rücken à la Lady Gaga. Die unterschiedlichen Erdtöne der Kleidungsstücke passten perfekt zum Motto "seen nature".
Auch bei dieser Show wurden, wie auch schon bei einigen anderen, transparente Blusen präsentiert, die somit wohl zum offiziellen Mode-Must-Have für die nächste Sommersaison avancieren. Im Unterschied zu den Models sollte natürlich ein BH nicht fehlen. Aq1 schloss sich noch einem weiteren Trend an und zeigte die derzeit schon modernen Cut-outs, Löcher in Kleidern, die nicht von Motten stammen. Eine mit weißem Tape beklebte Hose war das Highlight der Show und wurde sogleich vom Publikum mit unzähligen Kamerablitzen bedacht.
Besondere Aufmerksamkeit erweckten die mit Klebeband umwickelten hohen Schuhe, die im Publikum mit Worten wie „krass" und „cool“ bewertet wurden. Abgerundete Nietenbänder an Kopf, Arm und Bein und Katzenohren aus Plastik kehrten in abgewandelter Form immer wieder. XXL-Schmuck wie unterschiedliche Ketten mit graphischen Elementen, die meist farblich mit den Hosen harmonierten, waren passende Accessoires.
Insgesamt brillierte die Show durch Understatement und eine gewisse Leichtigkeit. Sie war stimmig und harmonisch, wie es die Designerin anstrebt. Vielleicht ist jedoch gerade etwas Chaos der Schlüssel zum Besonderen.
Text: Amy Benkenstein
Fotos: Michael Wittig
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Ausgabe Juli 2010



